Bitkom zum Gutachten zur Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher

Berlin, 20. April 2021 - Heute hat der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen sein Gutachten zur Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland vorgestellt. Dazu erklärt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung und Vertreterin der Wirtschaft im Sachverständigenrat:

„In Zeiten von Homeoffice, digitalem Unterricht und einer voranschreitenden Digitalisierung des Konsums ist eine starke Digitalkompetenz der Verbraucher wichtiger denn je. Das Gutachten des Sachverständigenrats bestätigt einmal mehr, dass wirklich alle Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage versetzt werden müssen, digitale Angebote zu verstehen. Das Gutachten des Sachverständigenrates setzt an der richtigen Stelle an: Mit empirischen Analysen wurde eine faktenbasierte Grundlage dafür geschaffen, Problemfelder und Lücken zu identifizieren. Nur so können politisch die richtigen Antworten gefunden werden.

Fest steht: Es muss dringend dafür gesorgt werden, dass die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit Informationen und Angeboten im Netz besser vermittelt wird. Hier sind Schulen, Volkshochschulen oder Institutionen wie die Bundeszentrale für politische Bildung gefragt. Die Schulen müssen nicht nur einen selbstverständlichen Umgang mit der digitalen Welt lehren, sondern auch, wie man sich kritisch mit ihr auseinandersetzt. Wer Online-Informationen und -Angebote richtig einschätzen kann, kann sich in der digitalen Welt selbstbewusst bewegen.

Damit Verbraucher mehr Digitalkompetenz erhalten und die richtigen Entscheidungen treffen können, brauchen sie zudem nicht immer mehr Informationen, sondern die richtigen. Das Regelungsdickicht auf Plattformen und Onlineseiten muss auf das Wesentliche konzentriert werden. Dazu müssen Informationspflichten vereinfacht und gezielt ausgestaltet werden. Das erhöht nicht nur die Verständlichkeit beim Verbraucher, sondern entlastet auch die Unternehmen. Vertrauensbildung und der Aufbau von Digitalkompetenz sind für einen modernen Verbraucherschutz essenziell.“