Auf 100.000 Beschäftigte kommen 2.600 IT-Spezialisten

  • IT-Berufe gewinnen zunehmend an Bedeutung
  • Hamburg, Berlin und Hessen haben bundesweit die höchste Dichte an IT-Experten

Berlin, 21. August 2020 - Sie sind zukunftssicher, lukrativ und gefragt: Immer mehr Jobs drehen sich um IT. Bundesweit kommen auf 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2.600 IT-Experten. Tendenz: steigend. Im Vorjahr waren es erst 2.400. Im Ländervergleich haben Hamburg, Berlin und Hessen die höchsten Anteile an IT-Experten. Das teilt der Digitalverband Bitkom mit. „In allen Branchen sind Unternehmen auf IT-Spezialisten angewiesen. Das gilt umso mehr angesichts der Corona-Krise, in der die Defizite in der Digitalisierung auch in der Wirtschaft schonungslos offengelegt wurden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Corona hat einen Digitalisierungsschub ausgelöst. Die Nachfrage nach IT-Fachkräften wird perspektivisch weiter steigen, weil digitale Geschäftsmodelle, Technologien und Prozesse IT-Know-how erfordern.“

Hamburg ist das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialisten. Im hanseatischen Stadtstaat arbeiten 4,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Informatiker oder in anderen ITK-Berufen, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und entspricht 4.200 IT-Jobs pro 100.000 Beschäftigte. Dahinter liegen Berlin (3,5 Prozent, +0,3 Punkte) und Hessen (3,3 Prozent, +0,2 Punkte). Es folgen Baden-Württemberg (3,2 Prozent, +0,2 Punkte) und Bayern (3,1 Prozent, +0,1 Punkte). Auch Bremen (2,8 Prozent, +0,2 Punkte) übertrifft den Bundesdurchschnitt von 2,6 Prozent (+0,2 Punkte). Knapp unter dem Schnitt liegt dagegen Nordrhein-Westfalen (2,4 Prozent, +0,1 Punkte). Auf den drei letzten Plätzen herrscht Stagnation: In Brandenburg (14., 1,0 Prozent), Sachsen-Anhalt (15., 1,0 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (16., 0,9 Prozent) blieb die Informatiker-Quote unverändert niedrig. Sachsen-Anhalt rutschte dennoch einen Platz nach hinten, weil Brandenburg geringfügig mehr IT-Jobs schaffte.

Bundesweit gibt es 856.105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Informatik- und anderen ITK-Berufen, das sind 53.787 mehr als im Vorjahr (+6,7 Prozent). Mit 414.942 ist knapp die Hälfte in IT- und Telekommunikationsunternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen. Absolut gesehen gibt es die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in ITK-Berufen in Bayern (176.466), wo etwa jeder fünfte deutsche IT-Experte arbeitet. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (172.464), gefolgt von Baden-Württemberg (152.169). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es dagegen nur 5.446 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in ITK-Berufen.

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in ITK-Berufen nach Bundesland

Bundesland

Anteil

absolute Zahl

Hamburg

4,2 %

41.999

Berlin

3,5 %

52.760

Hessen

3,3 %

87.058

Baden-Württemberg

3,2 %

152.169

Bayern

3,1 %

176.466

Bremen

2,8 %

9.488

Nordrhein-Westfalen

2,5 %

172.464

Saarland

2,1 %

8.060

Niedersachsen

1,9 %

55.701

Rheinland-Pfalz

1,7 %

24.526

Sachsen

1,7 %

27.474

Schleswig-Holstein

1,6 %

15.761

Thüringen

1,3 %

10.495

Brandenburg

1,0 %

8.501

Sachsen-Anhalt

1,0 %

7.737

Mecklenburg-Vorpommern

0,9 %

5.446

Deutschland

2,6 %

856.188

Hinweis zur Methodik: Basis der Angaben sind Daten der Bundesagentur für Arbeit zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland zum Stichtag 30.06.2019. Für Angaben zu IT-Experten beziehungsweise Informatikern wurde die Berufsgruppe 43 ausgewertet.

Lisa Markert

Dr. Lisa Allegra Markert

Referentin Arbeitsrecht & Arbeit 4.0
Bitkom e.V.